#1

Probleme mit Naturschützern

in Sammeln und Beobachten von Schmetterlingen 21.10.2013 08:23
von Schwärmerliebhaber | 62 Beiträge | 379 Punkte

Ich wollte fragen, ob schon einmal jemand arge Schwierigkeiten mit übereifrigen Naturschützern oder Mitarbeitern der Naturschutzbehörde bekommen hat? Ich spreche hier gezielte Lichtfangaktionen in deutschen Landen an. Falls ja, musstet ihr Strafe zahlen und wie schlimm war es? Bisher blieb ich zwar davon verschont, aber es geht doch immer ein etwas beklemmendes Gefühl mit auf Pirsch. Offiziell ist es ja bereits verboten, einen geschützten Falter überhaupt zu fangen. Doch wie will man das im Dunkel der Nacht praktisch umsetzen? Ich würde mich über Erfahrungsberichte und Ratschläge in dieser Richtung freuen. Selbiges gilt natürlich auch für den Tagfang. Und wie verhält es sich mit präparierten Totfunden geschützter Arten; wo kann oder soll eine Grenze gezogen werden? Ist es vielleicht sogar denkbar, für den Fang von Faltern allgemein belangt werden zu können?



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#2

RE: Probleme mit Naturschützern

in Sammeln und Beobachten von Schmetterlingen 21.10.2013 12:56
von hall | 1.061 Beiträge | 7276 Punkte

Ich kann nur über das Bundesland Tirol sprechen und hier ist die Situation nicht so krass wie in Deutschland. Im Rahmen wissenschaftlicher Untersuchungen über das Tiroler Landesmuseum ist es meistens kein Problem Lichtfang zu betreiben. Allerdings wird vor jedem Leuchtabend meistens der zuständige Polizeiposten verständigt.
Da man im Gebirge das Licht sehr weit sieht dauert es nicht lange bis jemand die Polizei verständigt. Abgesehen von neugierigen Leuten und selbsternannten Naturschützern sind schon Polizei, Feuerwehr, Jagdpächter und Grundbesitzer aufgetaucht. Der Höhepunkt war einmal ein Team von RTL die einen alpinen Notruf vermuteten und im Rahmen einer aktuellen Serie über Notfälle in den Bergen gleich am Ort des Geschehens sein wollten. Die Verwunderung bei diesen "nächtlichen Besuchern" ist meistens groß über solche "Spinner" die sich wegen ein paar Motten die Nächte um die Ohren schlagen. Manchmal sind die Fragen schon etwas lästig aber man muß eben gute Miene zum bösen Spiel machen.

Werner


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#3

RE: Probleme mit Naturschützern

in Sammeln und Beobachten von Schmetterlingen 21.10.2013 17:26
von Heiko70 | 1.948 Beiträge | 16214 Punkte

Servus zusammen,

Hier in Deutschland ist die Lage ganz anders, es können schon empfindliche Strafen gegeben werden, wenn geschützte Tiere gefangen und getötet werden.
Wie ich sagte es können. Es kommt natürlich auch auf den "Naturschützer" an, der gerade deinen Weg kreuzt. Da gibts welche, die sind sehr eifrig und lassen auch ein gutes Gespräch und eine noch bessere Aufklärung nicht gelten, andere wiederum sind da ein bisschen kooperativer.
Ich selbst hatte mal das Erlebnis, als ich in einem Lanschaftsschutzgebiet auf Pirsch war, daß mich ein Förster ansprach. Er war nicht unfreundlich, fragte mich aber schon sehr deutlich, was ich hier mache und ob ich nicht wisse, daß ich hier nicht durch die Wiese streifen darf.
Ich hatte mich mit diesem Mann dann fast eine Stunde unterhalten und später hatte er nix mehr dagegen wenn ich durch das Gebiet ging. Ich traf ihn dann auch noch immer wieder, Jahre später sogar noch, im selben Gebiet. Wir grüßten uns und gingen unsere Wege.
Ja, solche Leute gibt es auch, durch das Gespräch, welches wir führten, konnte ich ihn aufklären, daß die Entomologen keine Massenmörder sind, sondern eigentlich nur "Nachweisexemplare" fangen.
Natürlich gibt es auch unter Entomologen "Räuber", aber das sind wohl nur ein paar wenige.

Beim Lichtfang geht es mir ähnlich wie dir, ich hab da immer ein bisschen ein mulmiges Gefühl, suche mir aber immer Ecken aus, die weit vom Schuß sind und sehr geschützt und uneinsichtig. Bei uns ist das noch möglich, da durch unsere verstreuten Dörfer das Land noch weitläufig ist. Überall haben wir zudem auch noch Hecken und Baumgruppierungen, Feldraine und Haine. So findet man schnell nen Platz, den man weder von der Straße noch vom nächsten Dorf sehen kann.

Grüße, Heiko

P.S.: Lieber Schwärmerliebhaber, es wäre schön von dir, wenn doch eine kleine Begrüßung, anfangs und ein kleines Servus oder so, am Schluß deines Textes käme. Ist nichts persönliches, würde mir aber besser gefallen.


Leben ist etwas Seltenes, die meisten Menschen existieren nur. (Oscar Wilde)


zuletzt bearbeitet 21.10.2013 17:27 | nach oben springen

#4

RE: Probleme mit Naturschützern

in Sammeln und Beobachten von Schmetterlingen 21.10.2013 23:24
von Schwärmerliebhaber | 62 Beiträge | 379 Punkte

Hallo Heiko, es ist nicht böse gemeint, wenn ich keine Ein- und Ausleitung verwende. Bitte mir das nicht nachzutragen. Ich danke dir für deine Hinweise. Lieber Gruß



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