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Entölung von Faltern ohne Benzin & Co.

in Präparieren von Schmetterlingen 06.07.2015 23:18
von Schwärmerliebhaber | 62 Beiträge | 379 Punkte

Obwohl mir bis dato noch immer die Zeit fehlt, mich wieder ausführlich mit meinem Hobby zu befassen, möchte ich einen kurzen Beitrag zum hier und dort immer wieder auftauchenden Problem der Verölung von Faltern schreiben. Es scheint ein doch weiter verbreitetes Phänomen zu sein, als zunächst gedacht. Aus diesem Grund will ich einige Gedanken dazu schreiben in der Hoffnung, dass ich damit die Problematik entschärfen kann.

Die landläufigen Methoden der Entölung mittels flüssiger Entfetter sind zwar effektiv, doch habe ich mir darüber Gedanken gemacht, ob man es weitaus schonender auch ohne ein Einbringen in eine fettlösende Flüssigkeit machen könnte. Diese Gedanken sind aber nur theoretischer Natur und in Ermangelung eigener stark verölter Falter für mich nicht nachprüfbar. Vielleicht kann aber jemand mit einem stark fettigen Exemplar - welches er notfalls zu opfern bereit ist - meine Theorie überprüfen und auf diese Weise anderen Fettgeplagten helfen; also Pionierarbeit leisten.

Ich hoffe, dass sich damit einerseits verölte Exemplare retten lassen und andererseits eine Prophylaxe gegen ein Verölen sich ergibt, indem der frisch gespannte und teilweise getrocknete Falter dieser Prozedur unterzogen wird.

Das Entölungsmittel ist Salmiakgeist. Jedoch kommt es mir hier auf das gasförmige Ammoniak an, welches aus der Lösung kontinuierlich austritt.

Wenn der Falter lange genug in einem absolut dichtschließenden Glas mit einer kleineren Menge Salmiakgeist verbleibt, sollten die Ammoniakdämpfe zu einer vollständigen Verseifung der Körperfette führen. Allerdings darf dazu das Exemplar nicht zu frisch eingebracht werden, da das Wasser den Prozess stören würde. Die Verseifung sollte den Fettfluss beenden und die ölige Optik verändern... eventuell

Leider bin ich kein Chemiker, der hierzu einmal intensivere Gedanken anstellen kann. Da Ammoniak sehr reaktionsfreudig ist, besteht bei diesem Experiment natürlich die Gefahr einer Verfärbung oder Verbleichung - es käme auf einen Versuch an.

Wenn es aber funktioniert, wäre vielen Sammlern geholfen.

Eine Garantie gibt es freilich nicht. Das versteht sich von selbst. Die nötige Vorsicht beim Umgang mit Ammoniakdämpfen setze ich in jedem Fall voraus (Schutzbrille und genügend Frischluft).

Mit besten Grüßen
Ronny



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