#1 Grammostola rosea - Häutung von Heiko70 26.04.2018 18:20

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Hallo zusammen,

es gibt mal wieder was zu schreiben. Eine meiner Spinnen, die G. rosea, schickt sich zur Häutung an. Dieser Augenblick ist einer der faszinierensten und für die Spinne selbst, gefährlichsten Momente.
Zu Anfang wird das Tier lethargisch, bewegt sich nur noch wenig und frisst auch nichts mehr. Nach ein paar Tagen dieser Lethargie, beginnt das Tier eine "Schaukel" zu spinnen. Dieses Polster ist sehr dicht gesponnen und absolut Wasser undurchlässig.
Nachdem diese "Schaukel" fertig ist, legt sich die Spinne rücklings auf das Polster. Dort verharrt sie 1-2 Tage völlig unbeweglich.
Zu Beginn der Häutung bricht am Thoraxrand das Chitin auf. Die Spinne "strampelt" nun mit den Beinen und befördert die alte Haut so nach oben. Zuerst wird der Körper frei danach die Beine. Die Haut fällt dann zur Seite und das frische Tier bleibt noch eine Weile rücklings am Polster liegen, bevor sie sich umdreht.
Da das Chitin zu dieser Zeit noch weich ist, ist diese Zeit im Spinnenleben die Gefährlichste.
Üblicherweise findet die Häutung in der Höhle statt, wobei alle Ein- und Ausgänge zugesponnen werden. Nur selten kann man die Häutung derart gut beobachten wie in diesem Fall.
Die Häutung an sich findet Nachts statt und ich hoffe ich kann heute Nacht ein paar Bilder machen (wenn ich nicht einschlafe). Die abgestreifte Haut ist komplett erhalten und sieht aus wie eine richtige Spinne, mal davon abgesehen, daß der "Deckel" abgehoben ist.

Hier nun ein paar Bilder.







Die Fortsetzung folgt. Entweder mit den Bildern der Häutung oder mit der Haut und dem frischen Tier.

NG Heiko

#2 RE: Grammostola rosea - Häutung von Heiko70 27.04.2018 12:57

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Fortsetzung:

Die Häutung wurde in der gestrigen Nacht vollzogen. Um Mitternacht war noch nix zu sehen und ich ging daraufhin ins Bett. Heute um 5 Uhr morgens war der Zauber schon vorbei. Mir bleibt nur noch die Spinne und deren alte Haut zu zeigen.

Hier das frische Tier. Die Farben und Haare sind nun wieder voll ausgeprägt. Was im Laufe der Zeit wieder nachlässt.



Hier das Tier mit Haut. Man könnte meinen dort sitzen zwei Spinnen.



Hier kann man gut erkennen, daß ein Teil der Organe mit gehäutet wird. Die Geschlechtsteile, der komplette Giftapparat und auch die Lungen. (Zum Vergrößern Bild bitte anklicken)



Die Spinne hat sich nun in ihre Höhle zurückgezogen. Das Chitin braucht ca. 1 Woche um komplett auszuhärten. Dann ist das Tier wieder fähig Beute zu machen.

NG Heiko

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