Hallo Forum, bei diesem Käfer stehe ich ein wenig hilflos dar. Familie Heinicke aus Borna hatte bei mir diesen großen Bockkäfer folgendermaßen angefragt: "Meine Enkeltochter hat im Urlaub mit uns auf der Insel Rügen wieder mal einen seltsamen, großen Käfer entdeckt. Wir dachten an ein Hirschkäfer Weibchen, aber nach ein bisschen Internetarbeit haben wir fest gestellt das es keiner ist. Der Käfer war ca. 6 cm lang und dieser “Stachel” ca. 3 cm. Er lies sich auch “streicheln”. Wobei er den Stachel ein wenig einzog".
Hallo, ich bin mir da nicht ganz sicher,könnte es nicht ein Weibchen vom Sägebock (Prionus coriarius) sein,habe selbst einige Exemplare die sehen sehr ähnlich aus.Auf der Nachbarinsel Usedom habe ich einige große Exemplare letztes Jahr gesehen.
Hallo, ich glaube das Enrico recht hat, ich habe auch dieses Jahr so einen Käfer hier im Forum bestimmen lassen mit vielen Bildern, er wurde von mehreren Mitgliedern als Sägebockkäfer identifiziert.
Ich kann auch nochmals bestätigen, dass es nicht Ergates faber ist, sondern Prionus coriarius. Beide Arten habe ich in meiner Sammlung. Zudem ist Ergates faber meines Wissens nach nicht so weit nördlich zu finden. Diese Tiere brauchen ein sehr warmes Klima. Wenn man sie in Dtl. finden kann, dann im aller südlichsten Teil (ich lasse mich gerne berichtigen). Ich habe Ergates faber Männchen und Weibchen in Frankreich in einem Kiefernwald an der Atlantikküste gefunden. Mein Prionus coriarius hat ein Freund in Brandenburg gefunden und ein weiteres Exemplar habe ich einst in Mecklemburg-Vorpommern gesichtet.
Ja. Ich habe auch beide Arten in der Sammlung. Der Mulmbock sieht anders aus, größer. Der Mulmbock kommt bei mir hier im Rhein-Main-Gebiet vor, man muss schon die Stellen kennen, wenn man ihn finden möchte...
Sehr warmes Klima braucht der Mulmbock eigentlich nicht; ich fand ihn auch an der Ostsee. Er braucht Kiefernstubben für seine Entwicklung. Besonders stark verbreitet ist Ergates faber östlich der Elbe, z. B. in der Lausitz.