Ich bin neu hier und mir stellen sich einige Fragen hinsichtlich des oben genannten Themas. Bin blutige Anfängerin und möchte mich erstmal umhören, was Kenner von meinem Vorhaben halten. :)
Wenn ich in der Natur unterwegs bin, finde ich allerhand tote Insekten. Es war auch schonmal eine hübsche Prachtlibelle dabei. Nun ist einiges an Tieren zusammengekommen und ich möchte diese gerne in Gießharz konservieren. Passendes Resin habe ich bereits bestellt und auch allerhand Zubehör, um mich bald ans Werk machen zu können. Nun dachte ich mir aber, dass es bestimmt nicht so leicht laufen wird, wie ich mir das vorgestellt habe. Ich denke, dass es von Nöten ist, die Insekten vorher passend zu präparieren. An sich sind alle getrocknet, jedoch habe ich nun schon öfter gelesen, dass es angebracht ist, die Insekten zu entfetten. Hierbei möchte ich nun nichts falsch machen. Habt ihr Tipps, wie ich vorgehen könnte? Ließe sich dieser Schritt vielleicht einsparen, oder ist das keine so gute Idee? Gibt es sonst noch etwas, was ich unbedingt beachten sollte?
ich habe mich vor Jahren auch mal mit dem Eingießen von Insekten in Giesharz beschäftigt, vorallem für Spinnentiere wegen dem Farb und Formen Erhalt. Die Tiere hab ich nach dem abtöten frisch eingegossen, eben wegen dem Verwesungsprozess.
Bei anderen Tieren wie z.B Käfern, die ein festes Außenskelett haben, ist es vielleicht sogar von Vorteil wenn man die Tiere etwas in Stellung bringt und dann vorsichtig eingießt.
Generell braucht es aber Übung und Zeit, um z.B Lufteinschlüsse zu vermeiden. Auch hab ich mal gelesen dass es üblich sei ein Konservierungsmittel mit einzumischen bzw. dem Tier zu injizieren, um eben bei größeren Tieren keine Fäulnis im späteren Guss zu bekommen. Das sieht dann doof aus, wenn Farbe und Form verloren geht und sich das Resin gelblich verfärbt.
Am besten du übst dich einfach mal an verschiedenen Gegenständen, auch um die Wärmeentwiklung beim Härteprozess zu berücksichtigen. Dass wird gut warm kann ich dir sagen und im schlechtesten Fall wird dadurch dein Präparat im inneren auch geschädigt.
Jetzt kommt meine Antwort aber reichlich spät. Danke erstmal für deine Tipps. :)
Gerade an Spinnen traue ich mich nicht so ganz heran. Habe den Eindruck, dass es recht schwierig ist, sie einzugießen! Wie hast du es empfunden? Könntest du mir sagen, wo man dieses Konservierungsmittel herbekommen könnte? Habe bis jetzt noch nichts passendes im Internet gefunden. :/ Was hältst du von der Methode des abkochens vor dem eingießen? Mich schreckt es etwas ab, dass die Tiere dann ewig lange zum trocknen brauchen. Deshalb habe ich mich da auch noch nicht herangetraut. ;)
keine sorge, besser spät als nie und schließlich haben wir alle hier keinen Zeitdruck ;)
Zu deiner Frage, was genau meinst du mit dem abkochen ? Falls du damit meinst die Tiere vorher zu trocknen bzw. in Stellung zu bringen um sie dann erst einzugießen, macht dies daurchaus Sinn.
Allerdings reicht es meiner Meinung die Tiere nur solange zu "trocknen" bis sie sich nicht mehr verformen, Beine, Fühler oder so. Dann ist auch die Gefahr beim eingießen etwas abzubrechen geringer, wie wenn das Objekt staubtrocken ist. Kommt natürlich darauf an was man eingießen möchte.
Abgesehen von den Tierchen die kein festes Außenskelett haben wie z.B Spinnen o.ä kann man eigentlich alles weitere vorher etwas in Stellung bringen, etwas trocknen lassen und dann vorsichtig eingießen.
Bei Heuschrecken z.B möchte man ja die lebhafte grüne Färbung so gut es geht beibehalten. Da die dicken Leiber ohne weitere Präparation wie dem ausnehmen oder injiziiren von Konservierungsmitteln einfach faulen und schwarz werden, muss man da auch beim eingießen zügig arbeiten.
Das mit dem Konservierungsmittel hängt auch mit dem zu verwendendeden Harz zusammen. Je nach Sorte sind dort bereits die nötigen Eigenschaften vorhanden um organisches Material sauber erhalten zu können.