Guten Abend zusammen, da es in Deutschland so kalt wurde, haben wir beschlossen, dort hin zu fahren, wo es noch kälter ist - auf etwa 1400 Metern, in die spanischen Pyrenäen. Genau genommen haben nicht wir das beschlossen, sondern Manni und Christa. Andy und ich wollten eigentlich ins Hochgebirge, aber am Sonntag hatten die Geschäfte zu und daher sind wir bei den Dirrs eingekehrt :-) Ich sage nur: Stress PUR! Schon um 5:30 morgens ist die letzte Flasche Wein leer. Am Licht ist dann auch nicht mehr viel, oder wir sahen es nicht mehr.
Ansonsten fanden wir jedoch echte Schmankerl, wie nachfolgend kurz gezeigt:
Zunächst eine seltene Erebie, die Erebia "pissoidas" - man findet sie nur, wenn man am Vortag hinreichend Hopfensaft verarbeitet und an einer wärmebegünstigten Stelle geeignet angebracht hat (Erebia neoridas Ansammlung an "feuchter Stelle" :-))
Dann eine weitere sehr edemische Art, Lysandra krombacheri. Diese Art bewohnt Dosen, überwiegend in Nord-Süd-Ausrichtung. Tagsüber sitzen die Falter, wie hier gezeigt, auf ihrem Domizil und verteidigen dieses gegen jegliche Pfand-Diebe ;-) (Lysandra coridon oder hispana - das können wir so nicht sicher entscheiden)
Des weiteren fanden wir Erebia cocaidas, ein eher kolumbianischer Falter aus den Coca-Plantagen, der jedoch auch in Spanien zu finden ist: (auch hier Erebia neoridas)
Einige Tiere hier, etwa die Hirschlaus-Fliege, aber auch Lysandra brilliotis (= Lysandra coridon/hispana), sind sehr anhänglich. So fanden Andy und ich heute einige Bläulinge, die uns einige hundert Meter begleiteten, seis an der Brille (wie hier) oder sonst wo am Körper... *Hinweis: Aus Datenschutzgründen wurden die Brillengläser nachträglich geschwärzt*
Davon abgesehen, dass wir hier viel Spaß haben, wie man wohl aus diesem Bericht erkennen könnte, haben wir auch super Funde gemacht. Eine komplette Liste der Tag- und Nachtfalter liefern wir in den nächsten Tagen nach. Ich muss mich jetzt beeilen, denn es zieht ein Gewitter auf und mein Laptop ist nicht wirklich wasserdicht^^
In diesem Sinne: Beste Grüße aus Spanien, Provinz Lerida, Guils del Canto, 1400 m.
Guten Abend zusammen, Kaum vom Flughafen zurück muss ich auch schon wieder packen, allerdings dieses Mal nicht um Schmetterlinge zu fotografieren. Die Arbeit ruft - und ich darf morgen auch wieder Stunden am Flughafen verbringen...
Aber: Das ist ganz egal, denn die Woche in den spanischen Pyrenäen war herrlich! Das Wetter spielte fast immer perfekt mit (natürlich nicht wie davor vom Wetterbericht angesagt, sonst hätte ich wohl ein paar Bücher gelesen und meine dicke Jacke gebraucht), die Chemie stimmte super (auch wenn Andy einem alten Mann wie mir auch mal ne kurze Pause gönnen könnte^^) - und die Gastfreundschaft von Christa und Manni ist eh nicht zu überbieten. DANKE!
Da ich grad wenig Zeit habe, gibt's heute nur eine humorlose Liste....
Tagfalterfunde in der Gegend zwischen Sort, Guils und Coll de Nargo - vom 27.8. bis zum 1.9.2018, überwiegend zwischen 600 und 1500 Metern:
alceae, sertorius, malvae, comma, armoricanus, 2 mal unbestimmt (~7)
gibt in Summe ca 66 Arten Tagfalter - nicht schlecht für Ende August/Anfang September!
Die Nachtfalter-Liste wird länger (und dauert daher auch länger), aber ich kann schon mal verraten (und man sah es ja auch unter "Galerie - Letzte Uploads" bereits), dass wir neben der Zielart 09494 Olivenebula xanthochloris auch 6 Arten Ordensbänder finden konnten. Es sind: C. nupta, promissa, elocata(?), optata, coniuncta, nymphagoga.
@Manfred und @crazy collector : Bitte Liste kritisch durchsehen und ggf. ergänzen/berichtigen - ich habe das nur aus dem Kopf niedergeschrieben.
Eine Woche geht viel zu schnell vorbei, Andy und Steffen mussten leider am Sonntag aus beruflichen Gründen zurückfliegen, Christa und ich bleiben noch 3 Wochen in den Pyrenäen.
Diese gemeinsame Woche war, wie ihr es euch bestimmt vorstellen könnt, ein tolles Erlebnis. Es gab, wie Steffen bereits aufgeführt, viele Tagfalter, auch Nachtfalter waren in großer Anzahl und Arten am Licht. Die Tage und Nächte vergingen so schnell, dass man mit der Bestimmung, Fotografie und Präparation kaum nachkam. Und viel Spaß in der Natur, am Grill oder bei den spanischen Nachbarn, war und ist kaum zu überbieten. Weil die Zeit zu kurz war, konnten wir den geplanten Leuchtabend außerhalb der Pyrenäen, wo das Thermometer tagsüber 34-37, nachts teilweise noch 25 Grad übersteigt, leider nicht mehr wahrnehmen. Für Christa und für mich war das eine der schönsten und erfolgreichsten Woche 2018.
wie auch Manfred und Steffen schon geschrieben haben, war dies eine wunderschöne aber kurze Woche, die ich aber in vollen Zügen genossen habe.
Ganz herzlichen Dank an dieser Stelle nochmals an Christa und Manfred !
Unsere täglichen Ausflüge waren trotz brütender Hitze immer fantastisch und die kühleren und hin und wieder feuchten Nächte (nicht das was ihr meint ;) ) waren auch der Hammer. Etliche Arten von Tag- und Nachtfaltern waren zu bestaunen. Auch Ameisen Fans wären auf ihre Kosten gekommen, in einer Nacht hatten wir Kiloweise dieses Krabbelzeug am Licht so dass wir am nächsten morgen erst mit´ner Schaufel aufräumen mussten.
Hier mal ein Bild unseres beschaulichen Dörfchens, Guils del Cantó.
Hin und wieder konnte man bei Steffen ein interessantes Verhalten beobachten, wie er auf den Knien ein paar Dosen beim posen ablichtet. Der Hintergrund wurde oben schon erwänt, ist also gaaaanz normal.
Und zum krönenden Abschluss natürlich ein ordnungsgemäßes Abschlussfoto mit Christa und den wilden Männern.