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Wettervorhersage mit Insekten

in Sonstiges 04.03.2012 10:30
von Papa Papillon (gelöscht)
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Insekten haben sie doch eine Entwicklungsgeschichte von mehr als 30 Millionen Jahren hinter sich.
Sie haben die Fähigkeit, sehr empfindlich auf Wetterveränderungen zu reagieren.

Insekten begleiten uns überall. Sie leben im Haus der Menschen, fressen seine Nahrung und greifen manchmal sogar an. Diese Wesen sind in ihrer Größe und ihrem Charakter sehr unterschiedlich. Einige machen dem Menschen seine Ernteerträge streitig, andere wiederum sind sehr nützlich. Auf äußere Reize reagieren die Insekten automatisch. Dafür sorgt ein einfaches, aber effektives Nervensystem.

Wie reagieren Ameisen auf das kommende Wetter?

Die Sinnesorgane der Ameisen registrieren sehr sensibel alle Prozesse, die sich in der Atmosphäre abspielen. Wenn Ameisen sehr eilig von ihren Märschen zurück kehren und am Tag ihre Ameisenburg vermauern, wird es bald Regen geben. Festgestellt wurde auch, wenn die Ameisen in großer Eile ihre Eier in den Ameisenhaufen bringen, ist ein Gewitter zu erwarten. In Brasilien wurde beobachtet, dass Ameisen mit bekommen, welche Gebiete überschwemmt werden. Die von den Ameisen komplett verlassenen Burgen werden vom Wasser vernichtet, während die neu erbauten Ameisenhaufen völlig trocken bleiben.

Spinnen zählen zu den sehr erfahrenen Meteorologen

Man zählt heute etwa 40 000 Arten. Schon im Altertum bemerkten die Menschen, dass Spinnen auf atmosphärische Erscheinungen reagieren und ihre Netze je nach Wetter weben. Die Kreuzspinne gilt als besonders typisch dafür. Sitzt diese Spinne früh am Morgen in der Mitte ihres Netzes, gilt dies als Zeichen für gutes Wetter. Freundliche Tage zeigt die Kreuzspinne auch an, wenn sie abends ein großes Netz baut und in dem Netz hin und her rennt. Eine Prognose für schlechtes Wetter erkennt man daran, dass die Kreuzspinne bestrebt ist, sich zu verbergen oder sich nur in einer Ecke aufhält. Ist die Spinne aber untätig und träge, ist mit einem Wetterumschlag zu rechnen. Beginnt die Spinne neue Netze zu spannen, dann wird der Wind seine Richtung ändern. Es wurde beobachtet, dass diese Tiere das Wetter für eine längere Periode anzeigen können. In bestimmten Gegenden kann die Höhe der Anbringung des Spinnennetzes, Auskunft über eine anstehende Überschwemmung geben.

Am Verhalten der Fliegen, kann man Wetterveränderungen erkennen

Dies ist sehr einfach von jedem zu kontrollieren. Wenn die allgegenwärtigen Fliegen am Tag Aggressivität zeigen und den Menschen noch mehr als gewöhnlich auf die Nerven gehen, ist dies ein sicheres Anzeichen für ein kommendes Gewitter. Beginnen die Fliegen bereits nach dem Aufwachen zu summen, gibt es gutes Wetter. Sie summen besonders stark, wenn warmes Wetter einsetzt. Sitzen die Fliegen recht still und sittsam an den Wänden, rechnen diese Tiere mit Feuchtigkeit. Vor einem Unwetter suchen sich Fliegen ein Versteck. Sie dringen sogar in Autos ein. Kreisen die Fliegen in Schwärmen im Schatten, gibt es einen schwachen Regen. Noch schlimmer verhalten sich die Mücken. Sie fliegen in einer Säule und drängeln vor heiterem Wetter. Sie beißen schmerzhaft vor Regen und feuchtem Wetter. Angler und Jäger kennen dieses Verhalten genau. Vor einem Regen kriechen die Mücken in Mund, Nase und Augen. Sie greifen sogar neben einem Lagerfeuer an.

Die Honigbiene versorgt den Imker auch noch mit Wettervorhersagen

Jeder Imker kann aus dem Verhalten seiner Bienen exakt das Wetter voraus sagen. Wenn die Bienen vom frühen Morgen an fröhlich spielen und stürmisch fliegen, wird der Tag sonnenklar. Fliegen aber die Bienen am Morgen gar nicht erst los und summen im Bienenkorb, wird es in den nächsten sieben Stunden mit Sicherheit regnen. Ist der Himmel von Wolken verhangen und die Bienen verstecken sich nicht, sondern arbeiten sehr emsig, wird sich der Regen zurück halten. Wenn aber an einem klaren Sonnentag die Bienen massenweise vom Feld zu den Bienenstöcken fliegen und sich verstecken, zieht ein Gewitter auf. Die Bienen irren sich nie. Ein erfahrener Imker kann an der Größe des Flugloches im Bienenstock sogar erkennen, wie der Winter werden wird. Bleibt dieses Flugloch groß, wird es ein warmer Winter werden. Vor einem warmen Winter, verkitten die Bienen das Flugloch meist erst gar nicht. Es bleibt offen. Wenn die Bienen aber nur eine winzige Öffnung vorgesehen haben, wird es ein sehr strenger Winter. Schwärmen die Bienen nach einem Winter sehr früh aus, zieht auch der Frühling früh ein und es wird warm.

Als zuverlässiges Barometer haben sich auch Schmetterlinge bewährt

Besonders der Kleine Fuchs aus der Familie Nymphalidae hat sich als Wetterprophet bewährt. Die Oberseite seiner Flügel ist ziegelrot mit schwarzen Tupfern und einem schwarzen Saum. Mehrere Stunden vor einem Gewitter stellt er seine Flüge ein und suchen Schutz. Oft schwirrt er auch durch geöffnete Fenster der nächstgelegenen Häuser. Er heftet sich an die Zimmerdecke, die Beine nach oben und ihre Flügel nach unten. Dort hängt er reglos bis zu drei Stunden. Spätestens dann zeigen sich am Himmel dunkle Wolken und die Hitze lässt nach. Kurz danach kommt es zum Regen, meist mit Gewitter. Bleibt er auch in dieser Stellung, obwohl draußen wieder schönes Wetter herrscht, dann nähern sich erneut Gewitterwolken und Regen prasselt hernieder. Der Schmetterling lässt sich durch das kurze Auftauchen der Sonne nicht irreführen. Sein Urteil ist zuverlässig. Ist der Himmel wieder längere Zeit klar, verlässt der Falter sein Versteck.

Ähnlich reagieren auch die Libellen, die Wespen und sogar der Mistkäfer. Es konnte beobachtet werden, dass jedes Insekt eine Art lebendige Wetterwarte ist. Diese Lebewesen sind mit einem Komplex hoch empfindlichen, mikroskopisch kleinen Sensoren ausgestattet. Diese sind fähig auf alle Veränderungen der Umwelt exakt zu reagieren.

"Kein Tier tut Unvernünftiges, denn dazu gehört Verstand" Peter Sirius

Auszug aus der Arbeit von Alfred Graf «Insekten gelten als gute Wetterpropheten»


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