#1

Inzucht

in Zucht von Schmetterlingen 15.02.2015 13:19
von hall | 1.062 Beiträge | 7281 Punkte

Es haben sicher schon viele Schmetterlingszüchter versucht eine leicht zu vermehrende Art über Generationen weiterzuzüchten. Meinen Erfahrungen nach ist meistens nach 3 bis 5 Nachzuchten Schluß und es macht sich die Inzucht mehr oder weniger stark bemerkbar und nur durch eine "Blutauffrischung" ist es möglich die Art weiter zu vermehren. Interessanterweise gibt es eine Saturniidae - Actias isabellae - die offesichtlich inzuchtresistent ist. Dieser schöne Pfauenspinner kam vor ca. 10 Jahren aus China zu uns. Soweit ich zurückverfolgen konnte gehen alle bisher angebotenen Nachzuchten vom selben Stamm aus. Aktuell werden heute wieder Eier auf Actias angeboten. Es müßte also schon die Xte Nachzucht sein.

Werner


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#2

RE: Inzucht

in Zucht von Schmetterlingen 15.02.2015 13:21
von klow | 1.239 Beiträge | 4460 Punkte

Isabellae aus China?


Grusse jens
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#3

RE: Inzucht

in Zucht von Schmetterlingen 15.02.2015 13:22
von Armin | 271 Beiträge | 1467 Punkte

*dubernardi


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#4

RE: Inzucht

in Zucht von Schmetterlingen 15.02.2015 13:24
von hall | 1.062 Beiträge | 7281 Punkte

Mein Fehler!

Es soll natürlich Actias dubernardi heißen.

Werner


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#5

RE: Inzucht

in Zucht von Schmetterlingen 15.02.2015 13:32
von Heiko70 | 1.948 Beiträge | 16224 Punkte

Hallo Werner,

ja, dies hab ich auch schon verfolgt, auch Arten wie C. omanirana und A. mogadorensis sind da scheinbar gefeit gegen Inzucht.

Heiko


Leben ist etwas Seltenes, die meisten Menschen existieren nur. (Oscar Wilde)


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#6

RE: Inzucht

in Zucht von Schmetterlingen 15.02.2015 16:35
von Heinz (gelöscht)
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Lieber Werner,
ich habe vor einigen Jahren, als es auch mir aufgefallen ist, dass Eier dieser Art schon recht lange und recht oft vom selben Züchter versandt werden, jenen Versender in einem anderen Forum gefragt, die wievielte Generation denn das schon wäre und ob er jemals eine Blutauffrischung durchführte, zumal die Zuchten immer noch problemlos verliefen.

Eine Antwort von ihm bekam ich nicht, wohl aber eine sehr geharnischte von einem Moderator. Dieser pfiff mich ordentlich zurück und schrieb mir im offiziellen Forum, ich würde zwischen den Zeilen dem Züchter schlechte Ware unterstellen, was absolut nicht der Fall war.
Meiner Frage lagen ausschließlich die selben Gedanken zugrunde, die auch du dir gemacht hast.

Zur sog. Inzucht kann ich aber auch folgendes sagen:
Es gab bis vor etwa 20 Jahren im nördlichen Mühlviertel, direkt an der Grenze zur damaligen Tschechoslowakei, einen begnadeten Tagfalterzüchter, namens Sepp Lattner. Ich habe ihn öfter mal besucht und konnte viel von ihm lernen und erfahren. Er unterhielt ein großes Glashaus und züchtete darin sehr viele Tagfalterarten, wie etwa Trauermantel, Schwalbenschwanz, Großer und Kleiner Fuchs u. v. a. m.
Auffallend war bei jedem einzelnen Tier die eigentlich abnorme Größe.

Natürlich stellte ich ihm die Frage nach event. Inzucht. Er sagte mir, dass er schon sehr viele Jahre keinerlei Blutauffrischung von außen gemacht hätte und es sich bei jeder Art bzw. jedem Tier wohl um mehr als die zwanzigste Generation handelte.
Zur Weiterzucht würde er lediglich die jew. größten und kräftigsten Tiere verwenden.
Und der Erfolg gab ihm recht. Kaum, dass ich jemals so riesige Trauermäntel, Füchse o. a. gesehen habe.

Die Sache mit der Inzucht dürfte wohl in der Gruppe der Insekten bzw. bei vielen Arten keine allzu große Rolle spielen.

Nette Grüße
Heinz


Alles, was gegen die Natur ist, hat auf die Dauer keinen Bestand!


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#7

RE: Inzucht

in Zucht von Schmetterlingen 15.02.2015 18:07
von hall | 1.062 Beiträge | 7281 Punkte

Lieber Heinz

Zitat: Die Sache mit der Inzucht dürfte wohl in der Gruppe der Insekten bzw. bei vielen Arten keine allzu große Rolle spielen.

Wenn man die Möglichkeit hat und man hat auch genügend Zuchtmaterial wird es sicher möglich sein die jeweils kräftigsten Falter zur Weiterzucht bringen und auch dementsprechend oft vitale Nachkommen zu erzielen. Das geht aber meiner Meinung nach nur bei einigen Arten und die Inzucht spielt sehr wohl eine Rolle.
Z. B. bei Automeris-Arten wird von Nachzucht zu Nachzucht das Material schlechter. Die Kopula ist hier nicht das Problem aber die Eier sind immer schlechter befruchtet. Das fängt schon ab F2 an und meistens ist ab F3 Schluß.

Werner


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#8

RE: Inzucht

in Zucht von Schmetterlingen 15.02.2015 19:53
von klow | 1.239 Beiträge | 4460 Punkte

WeiB jemand warum es so groBe unterschiede gibt bei der inzucht. Warum mainche arten schon nach 4 generationen probleme haben und andere nach 40 generationen.

Grus jens


Grusse jens
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