#1

Fragen zum Köderfang

in Licht-, und Köderfang 30.12.2015 20:08
von David27 | 100 Beiträge | 1477 Punkte

Hi Leute,
Auf dem Gebiet Köderfang bin ich noch relativ neu und habe diesbezüglich einige Fragen:

1. Welche Arten gehen an Köder oder lieber an Licht?

2. Welche Gegebenheiten sollte die Nacht aufweisen (klar, bewölkt, Vollmond, Neumond,...)?

3. Wann sollte man den Köder auftragen (Mittags, Nachmittags,...)?

4. Welche Ködermischung würdet ihr empfehlen?

Grüße aus dem Waldviertel!


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#2

RE: Fragen zum Köderfang

in Licht-, und Köderfang 30.12.2015 20:31
von steffen1978 | 1.154 Beiträge | 28744 Punkte

Hi David,
beim Ködern hat jede(r) so seine Meinung... Ich geh mal Deine Fragen aus meiner Sicht durch - andere haben da bestimmt abweichende/ergänzende Erfahrungen gemacht.

Zu 1)
Triviale Erkenntnis: An den Köder geht nur, was saugen kann, also Nahrung als Imago aufnimmt. Du wirst also nie das kleine Nachtpfauenauge am Köder sehen, da es, wie einige Nachtfalter (zum Beispiel auch viele Bärenspinner), keine Nahrung aufnehmen kann. Hingegen sind Ordensbänder (Catocala) sehr hungrig, sie kommen gern zum Köder, auch einige Schwärmer kann man ködern. An das Licht kommen Arten gern zwischen Mai und August (nur als einfache Faustregel) - davor und danach hat man mit Ködern oft mehr Erfolg. Es sind überwiegend Eulen, die zum Köder kommen, aber das liegt auch daran, dass es eben zahlreiche Eulenarten gibt.

Zu 2)
Beim Lichtfang sind Mond, Temperatur und Wind viel kritischer als beim Ködern. In einer frischen windigen Vollmondnacht ist die Lampe oft recht verwaist, wohingegen der Köderfang durchaus gut klappt. Beim Ködern ist ein leichter Wind sogar sehr vorteilhaft, besonders wenn er aus einer konstanten Richtung kommt. Vollmond scheint nicht zu stören und leichter Regen auch nicht. Es sind aber immer viele Faktoren... Ködern an einer stark befahrenen Strasse kann für viele Arten bedeuten, dass sie nie anfliegen (zu laut, zu hektisch, zu oft durch Scheinwerfer erhellt).

Zu 3)
Ich trage den Köder am Nachmittag auf Bäume auf, dann nach Möglichkeit jeden weiteren Nachmittag an selbiger Stelle erneut. Ob das wirklich was hilft (schon der alte Koch sagte das) oder ob es Einbildung ist, kann ich nicht sagen - in jedem Fall ists nicht negativ. Hilfreich ist es, wenn der Wind nur aus einer Richtung kommen sollte, die windabgeneigte Baumseite zu beschmieren - oder - wenn er wechselt, Bäume an unterschiedlichen Seiten anzustreichen.

Zu 4)
Nur 2 Inhaltstoffe scheinen wirklich wichtig zu sein, das sind Alkohol und Zucker. Es gibt beliebig viele Mischungen mit Früchten (vergoren, zerpampt, als Marmelade) und weitere Zusätze, wie zum Beispiel Fruchtessig, etc. Ich habe schon mit Schokopudding + Schnaps aus der Tanke geködert und damit Weinschwärmer, nupta und maura gefunden....
Ein einfaches Rezept ist folgendes: Gelierzucker (250 Gramm) + Rotwein (halbe Flasche) aufkochen und eindicken lassen. Dann entweder nach Abkühlen nochmal 100 ml Rotwein dazu oder einfach 2 Stamperl Schnaps. Verfeinern kannst das immer, als Basis ist das gut und es lässt sich brauchbar streichen und vertrocknet nicht zu schnell. Wenn Du Biertrinker bist, auch damit lässt sich was "kochen"....

So, das war nun kurz und kompakt, Du kannst gerne jederzeit weitere Details erfragen :-)
Viele Grüße,
Steffen



zuletzt bearbeitet 30.12.2015 20:58 | nach oben springen



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